Tier und Naturphotografie von Dirk Volling


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Westliche Hakennasennatter Heterodon nasicus

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Westliche Hakennasennatter Heterodon nasicus

Verbreitung:
Hakennasennattern haben ein großes Verbreitungsgebiet und bewohnen verschiedene Temperaturzonen. Dieses erstreckt sich von Südkanada über die mittleren Staaten der USA bis nach Nordmexiko.

Lebensraum u. Lebensweise:
Die Hakennasennatter lebt sehr zurückgezogen und bewohnt hauptsächlich die Wüstengebiete, Savannen und Wälder sowie Eichenwälder und Wiesen, meist aber in der Nähe von Wasser. Sie versteckt sich in Erdhöhlen, unter Steinen und Baumstämmen und kann aber auch in der Nähe von Häusern gefunden werden

Größe und Gewicht:
Adulte Hakennasennattern erreichen eine Größe von bis zu 90 cm. Wie bei vielen Nattern werden die weiblichen Tiere größer und schwerer als die Männchen.

Gift:
Hakennasennattern haben opistoglyphe Giftzähne, dass bedeutet die Giftzähne der Schlange sind im hinteren Bereich des Kiefers angeordnet. Entgegen der langläufigen Meinung, dass bei einem Biss gegenüber dem Menschen die Giftzähne nicht in die Haut eindringen da sie zu weit hinten liegen. Kommt es bei einem Biss sehr wohl zum kontakt mit den Giftzähnen da sie sich direkt unter den Augen befinden, und sind sie wesentlich weiter vorne im Kiefer als das bei den meisten Trugnattern der Fall ist, außerden öffnen die Tiere bei Fangbis das Maulsehr weit. Doch das ist Gift sehr schwach und der Biss ist vergleichbar mit einem Bienen oder Wespenstich und deshalb nicht tödlich für den Menschen. Mein Männchen hat mich während einer Fütterung, vor lauter ich kann die Maus nicht schnell genug packen an der Pinzette vorbei in den Fingerknöchel oberhalb des Zeigefingers gebissen. Da ich in diesem Moment die ander Hand nicht frei hatte, erfolgten drei Bisse bei denen sie sofort begann das Gift einzumassieren. Hierauf schwoll mein Finger innerhalb von 10 Sekunden leicht an und wurde unterhalb der Bissstelle pelzig und leicht Taub. Außerden war mir 15 Minuten nach dem Biss leicht schwindelig. Beides spricht für ein Neurotoxin da ich zu keiner Zeit Rötingen oder Schmerzen an der Bissstelle hatte. Alle Symtome waren nach 30-40 Minuten komplett abgekungen.

Abwehrverhalten:
Hakennasennattern verfügen über ein beeindruckendes Verteidigungsverhalten. Fühlt sie sich bedroht, spreizt sie zunächst den Hals, der zum Zustoßen s-förmig gebogen wird. Dank des Musters auf ihrem Körper ähnelt sie hierbei einer Unterart der Westlichen Zwergklapperschlange (Sistrurus miliarus streckeri), die im gleichen Verbreitungsgebiet vorkommt (Bates'sche Mimikry). Außerdem werden Scheinangriffe mit geschlossenem Maul durchgeführt. Zeigt sich ein Angreifer davon unbeeindruckt, dreht sie sich auf den Rücken und lässt über ihr Scutum anale eine faulig riechende, milchig weiße Flüssigkeit austreten. Zudem kann sie durch absichtliche Ruptur von kleineren Blutgefäßen aus dem Mund bluten. Durch dieses Totstellen verwirrt sie Raubtiere und stellt sich selbst als ungenießbar dar.

Haltung und Pflege:
Die Haltung von Heterodon nasicus im Terrarium ist meist unkompliziert. Sie ist eine friedfertige, ruhige Schlange die viele Versteckmöglichkeiten braucht.
Optisch sollte es so naturgetreu wie möglich gehalten werden. Zur Einrichtung gehören außer dem Wasserteil noch sicher befestigte Steine (die Tiere untergraben oft Stienkonstruktionen wodurch es häufig, zu tötlichen Unfällen kommt), die gerne als Sonnenplatz genutzt werden, ein paar kleinere Äste und mehrere Versteckmöglichkeiten. Der Bodengrund sollte 8cm bis 10cm hoch sein und grabfähig

Temperatur und Luftfeuchtigkeit:
Meine Heterodon nasicus halte ich tagsüber bei einer Temperaturen von 26 - 28°C Grad, lokal unter einem Strahler ca. 35°C und senke die Temperatur Nachts auf ca. 20 - 22°C ab. sollten unbedingt vermieden werden. Die Luftfeuchte sollte bei ca. 50-60 % liegen, ganz wichtig ist eine klare Trennung von Wasser und Landteil. Der Bodengrond sollte trocken und Grabfähig sein da sich die Tiere gerne eingraben.

Terrariengröße:
Hakennasennattern brauchen ein Terrarium das tagaktiven Tieren genügend Raum gibt.
Das Terrarium für mein Weibliches Tier ist 80cm x 60cm x 60cm (LxHxT) und das für mein Männchen 60cm x 40cm x 40cm (LxHxT)

Futter:
Hakennasennattern ernähren sich in der Natur von Kröten, Fröschen und Fischen
Im Terrarium fressen die Tiere Mäuse und Ratten in der jeweils entsprechenden Größe. Das Futter biete ich mit der Pinzette an, was inder regel gierig genommen wird. Hierbei kann es vorkommen das die sonst rech gemütlichen Teire, recht schnell werden und es kann wenn mann nicht aufpasst auch zu einem unbeabsichtigten Biss kommen. Mein Männchen ist wennes Futter richt völlig aus dem Häuschen, es hat dabei schon in einen Ast, die Wasserschale, Terrarienscheibe und meine Hand gebissen. .

Überwinterung:
Hakennasennattern sollte eine 2-3 monatige Winterruhe bei 10-12°C halten.


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