Tier und Naturphotografie von Dirk Volling


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Grüner Baumpython Morelia viridis

Terraristik > Meine Schlangen

Verbreitung und Lebensweise:
Das Verbreitungsgebiet des Grünen Baumpythons erstreckt sich auf die tropischen Regenwälder von Papua-Neuguinea, dessen vorgelagerte Inseln sowie auf die Kap-York-Halbinsel in Australien.
Es wurden Vorkommen bis 2.000 Meter über dem Meeresspiegel nachgewiesen. Als westlichster Fundort wird die Insel Gag verzeichnet, als östlichster Punkt wurde die Insel Normanby gemeldet, eine Neuguinea vorgelagerte Insel. Die Entfernung zwischen diesen beiden Punkten beträgt circa 3.000 Kilometer Luftlinie

Größe und Gewicht
Morelia viridis wird je nach Geschlecht durchschnittlich 1,20-1,80 Meter groß, es gibt aber auch Exemplare die über 2 Meter sind. Männchen sind in der Regel kleiner als Weibchen und wiegen auch weniger. So bringen Männchen durchschnittlich 800-1200 Gramm auf die Waage, während Weibchen schon mal 1600-2200 Gramm wiegen können.

Haltung und Pflege
Die folgenden Angaben sind meine persönlichen Erfahrungen:
Ich habe meinen Morlia Viridis am 09.06.2013 im Alter von 9 Monaten gekauft, zu diesem Zeitpunkt ist er noch nicht umgefärbt
Er hat sich sich in der ersten Woche einwandfrei gehäutet und Kot abgesetzt. Nach ca. einem Monat bin ich bei der Fütterung von Mäusebabys auf Mäusespringer umgestiegen und nach weiteren 3 Monaten auf Adulte Mäuse und Mausratten.
Nach genau 1 3/4 Jahren hat er mit erreichen der Geschlechtsreife eine Fresspause von ca. 4 Monateneingelegt und frisst wieder Einwandfrei.
Nach langem Überlegen und Rückfrage bei mehreren Züchtern und Erfahrenen Haltern ist im Rahmen meines Terrarien Umbauprojektes auch mein Chondro in sein Endterrarium umgezogen.
Ich beobachte den Viridis in seinem Terrarium sehr genau und kontrolliere mindestens 4-mal täglich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Meinem Chondro scheint es in diesem neuen Heim zu gefallen. Er hat bereits seine Lieblingsplätze, am Tag neben dem Heatpead ganz oben, in der Nacht auf einem unteren Ast unter dem Heatpanel, den er nach einer Erkundungstour nach den Lichtausschalten einnimmt und in Lauerstellung geht.

Terrariengröße und Einrichtung:
Das Terrarium habe jetzt nach 1,5 Jahren auf ein Hoch Terrarium umgestellt da mein Viridis nicht nur die Breite des Terra´s nutzt sondern auch die gesamte Höhe und ich die Temperaturzonen besser steuern kann. Bei diesem Terrarium handelt sich um ein Holzterrarium mit den Maßen 800 X150 X80 cm. Die Rücken- und Seitenwände sind mit Styropor verkleidet, modelliert, mit Fliesenkleber überputzt und mit Epoxidharz versiegelt. Noch vorhandene Fugen sind ich mit Silikon abgedichtet.
Am Boden habe ich ein 7W Heizkabel verlegt das mit einem Thermostat gesteuert ist (26°C), um Schimmelbildung vorzubeugen.Der Bodengrund besteht aus einer Schicht angefeuchtetem Kokosstreu.
Beheizt wird das Terrarium mit einem Heatpanel, das mit einem vorgeschalteten Dimmer auf 45°C eingestellt ist und wird mit einem Thermostat der auf 29°C eingestellt ist gesteuert. Beleuchtet wird das Ganze mit einer 90 cm T5 Röhre die gleichzeitig als zusätzliche Wärmequelle dient.Der Fühler für den Thermostat ist auf Höhe der oberen Äste.
Eingerichtet ist das Terrarium mit echten Pflanzen und echten Liegeästen.



Temperatur und Luftfeuchtigkeit:
Die Luftfeuchtigkeit steuere morgens mit einer Beregnungsanlage und sprühe abends manuell. Die Luftfeuchtigkeit liegt Tagsüber zwischen 65% und 75% und nachts zwischen 80% und 95%.
Die oberen Äste sind ca 15 cm vom Heatpanel entfernt die Temperaturen liegen hier bei 30 - 32°C unter dem Heatpanel und 33°C unter der Lampe.
Die mittleren Äste haben 28°C und die unteren haben 26°C. Der Boden hat 24°C
Die Nachttemperaturen liegen ca. 2°C niedriger

Futter und Futterproblematik:
Versteckplätze, die man ihm im Terrarium durch Pflanzen hinreichend anbietet, sind ein absolutes Muss, da der Chondro recht stressanfällig ist und dieses mit Futterverweigerung quittieren kann.
Ausgedehnte Fresspausen, teilweise bis zu 6 Monaten sind bei geschlechtsreifen Männchen in der Paarungszeit ganz normal, danach beginnen die Tiere ohne Probleme wieder mit der Futteraufnahme.
Als Futter sollten Nagetiere (Mäuse und Ratten) je nach Größe des Tieres angeboten werden. Vorzugsweise Frostfutter oder frisch abgetötete Tiere. Auf das verfüttern von Lebenden Futtertieren sollte man verzichten da diese die Schlangen Verletzen können. Gerade Verletzungen im Maul können sehr schnell zu Vereiterungen und Maulfäule führen, was oft den Tot der Tiere nach sich zieht.

Verhalten:
Der Grüne Baumpython ist eine nachtaktive Schlange die Tagsüber in ihrer typischen Weise auf Asten liegt und schläft, in dieser Zeit kann man vorsichtig Arbeiten am Terrarium vornehmen (z.B. Wasserwechsel und entfernen von Kot und Häutungsresten), die Tiere reagieren hierauf kaum oder mit einem Zischen. Nach dem Erlöschen der Beleuchtung nehmen die Tiere ihre Lauerstellung ein, nun sollte man es tunlichst vermeiden in das Terrarium zu greifen, da die Tiere nach allen Schnappen was sich bewegt und eine Wärmesignatur hat.
Nach nun 1,5 Jahren kann ich zum Verhalten nun auch meine eingenen Erfahrungen einfließen lassen.
Mein Chondro läßt Arbeiten am Terrarium tagsüber zu, schaut aber immer interessiert was in seinem Reich vor sich geht und züngelt neugierig. Wenn man ihm zu nahe kommt nimmt er eine Drohhaltung ein, hat aber bisher noch nicht zugeschnappt oder er versteckt den Kopf zwisch den Körperschlingen.
In den Abendstunden, selbst vor den erlöschen des Lichts, reagiert er auf Bewegungen vor oder in dem Terrarium, in dem er aktiv auf das sich bewegende Objekt zukricht und auslotet ob es vielleicht fressbar ist. Im Gegensatz zu dem ersten Jahr frisst er jetzt fast nur noch nach erlöschen der Beleuchtung.




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