Tier und Naturphotografie von Dirk Volling


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San-Francisco-Strumpfbandnatter Thamnophis sirtalis tetrataenia

Terraristik > Meine Schlangen

Verbreitung:
Diesirtalis tetrataenia) ist eine selten vorkommendeUnterart Gewöhnlichen Strumpfbandnattersirtalis). Und kommt nur noch in San Mateo County auf der Halbinsel von San Francisco vor.

Lebensraum u. Lebensweise:
Die Thamnophis sirtalis tetrataenia lebt in der freien Natur in Biotopen an Gewässern mit feuchtem, buschigem dichtem Grasbewuchs. Wo sich genug Versteckmöglichkeiten anbieten, findet man sie an Sümpfen, Bachläufen, Tümpeln und Teichen oder Sonnenbaden auf Pflanzenmatten im Teich.
Hier ernährt sich die Thamnophis sirtalis tetrataenia on Amphibien, Echsen, Regenwürmern, Fischen, Nagern und kleinen Krebsen.
Durch Rückgang der Population sind nur noch wenige Exemplare in der Natur anzutreffen.

Gefährdung:
Die Gesamtsituation der San Francisco-Strumpfbandnatter stellt sich zurzeit sehr angespannt dar. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist sie zu einen stark durch Biotopzerstörung bedroht .zum Ein weiteres großes Problem stellt die Biotopverfälschung durch den Ochsenfrosche, er hat das gleiche Futterspektrum und frisst die Juvenilen San Francisco-Strumpfbandnatter. Aus diesem Grund steht die Thamnophis sirtalis tetrataenia seit Mitte der 70er Jahre in den USA unter Artenschutz. Ihr Wildbestand wurde in den 90er Jahren auf nur noch 200 bis 1.500 Tiere geschätzt, mittlerweile ist sie stark vom Aussterben bedroht. Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass in der freien Natur nur noch etwa 50 Tiere existieren.

Die Situation der Tiere die sich in Gefangenschaft befindet ist ebenfalls nicht unproblematisch. Zum einen hat es in der Vergangenheit Probleme mit dem Nachwuchs gegeben. Einige Zuchtgruppen brachten ausschließlich männliche Tiere zur Welt. Ein anderes Problem trat Anfang 2000 auf als plötzlich viele adulte Tiere bei unterschiedlichen Züchtern verstarben.

In den USA ist der Besitz, Handel und damit auch die Nachzucht der San-Francisco-Strumpfbandnatter durch private Terrarianer verboten und wird mit hohen Geld-bis Gefängnisstrafe geahndet!
In allen anderen Ländern gibt es keine besonderen Auflagen zur Zucht und Haltung, so ist sie auch inDeutschland nicht geschützt, und nicht meldepflichtig!

Zucht und Bestand in Europa:
Von fünf importierten Tieren aus Memphis entstand in den 80er Jahren entstand die erste europäische Zucht, zunächst in Zoos, vor allem im Rotterdamer Tiergarten.
Nachzuchten dieser Tiere werden als "Rotterdamer Blutlinie" bezeichnet.
Später wurden nachgezüchtete Tiere auch in private Hände abgegeben. Ab Mitte der 90er Jahre wurden diese durch fünf Tiere der so genannten „österreichischen Blutlinie“ ergänzt.
Diese Linie wurde nie durch Untersuchungen des Erbgutes bestätigt und wird bis heute unter vielen Haltern angezweifelt.

Größe und Gewicht
Thamnophis sirtalis tetrataenia erreicht eine durchschnittliche Größe von 70 bis 120 cm oder sogar etwas darüber.
Die Weibchen werden grösser und wuchtiger als die Männchen und vor allem etwas schwerer.

Haltung und Pflege:
Die Haltung von Thamnophis sirtalis tetrataenia im Terrarium ist meist unkompliziert. Thamnophis sirtalis tetrataenia gilt als friedfertige, aber scheue Schlange und kann problemlos zusammen gehalten werden. Legentlich in der Subadulten Phase sollten die Geschlechter getrennt werden.

Die folgenden Angaben sind meine persönlichen Erfahrungen:
Ich habe meine zwei Thamnophis sirtalis tetrataenia im Nomvember2014 im Alter von ca. 5 Monaten mit einer Größe von ca. 40 cm gekauft.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit:
Meine Strumpfis halte ich tagsüber bei einer Temperaturen von 28 Grad und Nachts bei 24 bis 26 Grad. Ich habe die besten Erfahrungen mit einer rel. Luftfeuchte von ca 45-50% gemacht, ganz wichtig ist eine klare Trennung von Wasser und Landteil. Der Bodengrond muß unbedigit Trocken sein, eine dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit und nasser Bodengrund führt zu Hauterkrankungen.

Terrariengröße:
Von der DGHT wird als Größe für ein adultes Paar Thamnophis 1,25 x 0,75 x 0,50 m vorgegeben, meine Jungtiere habe ich in einem 60 X 80 X 60 cm großen Terrarium mit einem großen Wasserteil.

Futter:
Meine Thamnophis sirtalis tetrataenia gehen bereitwillig an Stinte, Forrellenstreifen und nackte Mäuse. Das Futter biete ich kleingeschnitten in kleinen Schalen in der Nähe ihrer Lieblingsruheplätze an. Wenn ausschließlich Stint gefüttert wird, muss Vitamin B zugesetzt werden, da der Stint ein Enzym enthät wodurch Vitamin B abgebaut wird. Gleiches gilt auch für Zahnkarpfen z.B. Goldfische.

Verhalten:
Meine Tiere sind noch recht scheu, schauen aber immer interessiert, was da in ihrem Reich passiert und fressen bereits von der Pinzette und machmal sogar von den Fingern.



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